| Das Schweizerische Informatik-Zertifikat (SIZ) existiert seit dem Jahr 1991. Träger der SIZ AG sind der Schweizerische Gewerbeverband (SGV), der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) und der Schweizerische Wirtschaftsverband der Informations-, Kommunikations- und Organisationstechnik (SWICO). Die drei Verbände stellen ihre Logos für die SIZ-Diplome zur Verfügung und unterstreichen damit ihr Engagement, die SIZ-Diplome bei den Arbeitgebern als anerkannten Fähigkeitsausweis zu etablieren.
Die SIZ AG führt selber keine Schulungen durch, sondern sie nimmt Prüfungen ab – in der gesamten Schweiz und in drei Sprachen. Die Ausbildung findet in über 200 Schulen in der Schweiz statt.
Nach eingehender Evaluation verschiedener Softwareprodukte, dem Entscheid für die Software „Perception“ der Firma „Questionmark“, der Implementierung der Software in die SIZ-Struktur, nach internen Schulungen und Tests in verschiedenen Pilotschulen wird es im Jahr 2007 soweit sein: Die SIZ führt die Prüfungsautomatisierung ein. Sie bietet sowohl für Schulen wie auch für Prüfungsabsolventen zahlreiche neue Optionen.
E-testing bietet handfeste Vorteile
E-testing bietet Schulen und Kandidaten handfeste Vorteile: Sie sind an keine festen Prüfungstermine mehr gebunden und die SIZ-Prüfungsresultate stehen ihnen schon nach kurzer Zeit zur Verfügung; für interne Prüfungen können die Resultate sofort zur Weiterbearbeitung abgegeben werden. Direkte Rückschlüsse auf Stärken und Schwächen der Kandidaten wie auch auf die Qualität der Ausbildung sind dank zahlreicher Auswertungsoptionen möglich. Trainingsplattformen geben Schulen und Kandidaten die Chance, den Lernfortschritt laufend zu überwachen. Kandidaten können sich optimal auf die Art und Weise der Prüfung einstellen. Und nicht zuletzt können Schulen die SIZ-Plattform im Unterricht für interne Prüfungen nutzen. Zeitersparnis und Qualitätssteigerung resultieren, wenn das Rad nicht von jeder Lehrkraft neu erfunden werden muss…
Von der Anmeldung bis zur Note online
Der Einsatz einer computerunterstützten Prüfungsplattform bedingt, die Prozesse im Umfeld anzupassen. Die Verwaltung der SIZ-Administrativdaten und der Zugriff auf Informationen (u.a. Noten) wird künftig über das Web effizienter und viel schneller verfügbar sein; Berechtigte werden die Kandidatenverwaltung von der Anmeldung bis zur Notenausgabe online verfolgen können.
Nicht nur für die SIZ, auch für die Schulen wird sich durch die PA einiges ändern: Jederzeit verfügbare Prüfungen, vereinfachte Verwaltungsabläufe und ein schnellerer Feedback in Sachen Noten sind die positiven Auswirkungen; es entstehen aber auch neue Anforderungen, etwa was die Sicherheit oder die Prüfungsplätze betrifft.
Webportale als neue Serviceleistung
Unter dem Titel Prüfungsautomatisierung bietet die SIZ aber auch zahlreiche neue Serviceleistungen für Schulen und Kandidaten. Über Web-Portale werden neu Trainingsplattformen zur Verfügung gestellt. Die Kandidaten können sich hier auf die Prüfungen vorbereiten und Selbsttests als Einstufungshilfe durchführen. Geplant sind aber auch Fragenpools, zu deren Äufnung die Schulen einerseits selbst beitragen, anderseits aber auch Fragen für den internen Gebrauch abziehen können.
Mit den Web-Portalen unterstützt die SIZ die Schulen bei den ICT-Prüfungen, ohne sie in ihrem eigentlichen Auftrag, dem Vermitteln von Lerninhalten, zu konkurrenzieren. Denn eines ändert sich nicht: Die SIZ ist und bleibt eine Prüfungsinstitution.
Besonders wichtig ist SIZ-Geschäftsführer Bruno Gloor der „Link zwischen Arbeitgebern und SIZ-Absolventen“: Um diese einander näher zu bringen, wird an einen Bildungspass für SIZ-Absolventen und möglicherweise sogar an eine Jobbörse gedacht.
Sicherheit als zentrales Thema
„Mit der Prüfungsautomatisierung will SIZ die Möglichkeit einer qualitativ einwandfreien Fragenstellung weiter steigern und die Schulen und die Kandidaten mit entsprechenden Instrumentarien ausrüsten“, sagt Gloor. Doch wie steht es mit der Sicherheit? „Im Zusammenhang mit E-testing ist Sicherheit für die SIZ ein zentrales Thema“, versichert Gloor und beschreibt die verschiedenen Facetten des Themas. So muss u.a. dafür gesorgt werden, dass Prüfungen in einer sicheren Umgebung und ohne Schummeleien abgewickelt werden, dass Prüfungsergebnisse einwandfrei nachvollzogen werden können, die Vertraulichkeit der Daten garantiert ist, das Aufsetzen bei technischen Systemabbrüchen wieder am richtigen Ort erfolgt und die Zugriffsrechte auf die sensitiven Informationen differenziert zur Anwendung kommen. „Mit einem Bündel von personellen, organisatorischen sowie softwaremässigen und hardwaretechnischen Massnahmen wird die SIZ die sichere Abwicklung und die optimale Verfügbarkeit der Prüfungen gewährleisten“, verspricht der SIZ-Geschäftsführer.
Ab 2007 umgesetzt – flexible Lösungen
Im 1. Halbjahr 2007 werden die SIZ-Prüfungen im User Bereich auf der ganzen Breite nur noch in automatisierter Form basiert auf Questionmark Perception System angeboten. Assistent- und Professional-Level sollen mit den Theorieprüfungen im Herbst 2007 nachziehen, ebenso die Projektleiterprüfung.
Trotz aller Vorteile von online-Prüfungen vergisst Herr Bruno Gloor aber nicht das gute alte Papier: Neben der Online-Bereitstellung der Prüfungsfragen ist selbstverständlich auch der Ausdruck als Aufgabenheft möglich, das vervielfältigt und an die Kandidaten verteilt werden kann. „Die Möglichkeit, nicht allein auf Webprüfungen abstellen zu müssen, war für die SIZ besonders wichtig, da die heterogene Umgebung mit über 200 Schulen flexible Lösungen erfordert.“
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